Ruhe

Hervorgehoben

Keine Hetze nur noch Ruhe

keine Worte nur noch Ruhe

kein Autolärm nur  noch Ruhe

kein quasseln nur noch Ruhe

ich liebe Ruhe aber zu viel Ruhe tut nicht gut

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Frühling

 

Der Flieder steht gar stolz am Gartenzaun

er ist gar lieblich an  zu schaun.

das Grün der Hecke ist noch zart

Da blüht das Veilchen ganz apart WIN_20180506_15_12_05_Pro.jpgWe

und über alles strahlt der Himmel blau

und der Wind weht warm und lau

Der Mann in meinem Ohr

 

Ich habe einen ständigen Begleiter. Er wohnt schon mehrere Jahre in mir.

Auf einmal war er da u8nd ich werde ihn nicht mehr los.  Er hat sogar einen Namen  er nennt sich Tinnitus. Also ich muss schon sagen dieser Herr Tinnitus ist  ein aufdringlicher Geselle.  Er hämmert in meinem rechten  Ohr und gönnt sich und mir keine Ruhe. Ich habe lange gebraucht um mit ihm fertig   zu werden. Doch es gibt jetzt Zeiten in denen kann er mich nicht mehr aus der Ruhe bringen. Ich blende ihn aus, zum Beispiel   beim Malen. Da scheint er sich auch eine Ruhepause zu  gönnen. Zu weilen  hilft auch das Hörgerät,.  Nur nach einiger Zeit fängt das gute Stück an zu drücken. Wenn ich es dann entferne ,hat der Störenfried  wieder Oberwasser. Auch helfen mir die Kopfhörer die ich beim Fernsehen benutze . Den Rest  des Tages muss ich ihn ertragen. Schließlich ist er ja auch arm  dran, er findet den Weg wohl nicht wieder heraus aus meinem Ohr.

Da bleibt ihm und mir nichts anderes übrig, als sich gegenseitig zu akzeptieren .

Das ist dann eben so

Erinnerung

Und es gibt ihn doch .

Der Winter war sehr kalt und wir hofften auf schönes Wetter zu Ostern .

das war in den vierziger Jahren  Vor allem warteten wir auf den Osterhasen, denn vielleicht brachte er uns ja etwas Süßes. Natürlich waren die bunten Ostereier auch nicht zu verachten.

In der Schule wurde erzählt es gäbe keinen Osterhasen, die Eltern würden die Eier färben und verstecken.

Doch Papa sagte es gibt einen Osterhasen. Er war  groß und er  hätte  ihn schon beobachtet  Er  sucht bestimmt schon ein Versteck aus .

Meiner Schwester erzählte ich was die Kinder   sich in der Schule erzählten

Was wenn es keinen Osterhasen gibt. Wer würde uns dann ein paar Goldnüsse oder Himbeer- Bonbons bringen.

Wir konnten uns doch keine kaufen ,wir hatten ja keinen Groschen.

Und dann war es Ostersonntag. Zuerst mussten wir uns waschen und das Sonntagskleid anziehen . Dann stürmten wir raus auf die Wiese. Da sahen wir ihn mit seinen langen Ohren und den langen  Beinen wie er gerade von der Wiese lief.

Es gab ihn doch den Osterhasen . Er hatte uns bunte Eier und Goldnüsse gebracht, doch wir mussten ganz lange suchen bis Jutta und ich  die Nester  gefunden hatten .

In der Schule prahlten die Kinder was sie alles zu Ostern  bekommen hatte.

Gut das keiner meine Gedanken lesen konnte  ich hatte den Osterhasen gesehen und das war für mich das Schönste.

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Der Himmel

Der Himmel

 Heute Morgen bin ich schon kurz nach fünf  Uhr  wach geworden. Das Schlafzimmerfenster stand weit Offen. Die Jalousine hat ich nur halb runter gezogen. Vom Bett aus konnte ich  ein Stück vom Himmel sehen. Rosa rot waren die Wolken, von der Sonne angehaucht. Ich schaute eine Weile zu und bin dann wohl wieder eingeschlafen. Als ich wieder aufwachte  hatte  der Himmel  sich wieder verändert. Die Morgenröte war strahlenden Sonnenschein gewichen. Nun zeigte sich kleine weiße Wölkchen am Himmelzelt. Im laufe des Tages wanderte  mein Blick immer wieder zum Himmel empor.

Die Wolken wurden größer und dicker. Er sah immer wieder anders aus. Wo zuerst ein kleines Wolkenband war ,bildeten sich bald dicke Quellwolken. Sie nahmen eine andere Farbe an, ja sie verfärbten sich in grau. Doch auch das veränderte sich schnell wieder. Einige Zeit später war der Himmel in ein tiefes dunkelgrau ,ach nein schon fast schwarz getaucht.

Die Sonne schaffte es noch einmal durch ein kleines Wolkenfenster ihre goldenen Strahlen zuschicken.  Wieder siegten die regenschweren Wolken und setzten sich auf den strahlenden Feuerball. Es kam eine düstere Stimmung in mir hoch.

Mittlerweile war es schon einundzwanzig Uhr, und schon wieder hatte die    Himmelskuppe  ein  anderes Kleid angezogen.                                                                                 —–ich denke

Er strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. Doch auch Wut und Gewalt, die er uns durch Blitz, Donner und Hagel entgegen  schleudert. Viele Gesichter hat der Himmel                            und doch bleibt er ,dass was er ist

So wie Himmelskuppe sich laufend in ihrem Aussehen verändert , so verändert sich auch unser Leben. Nichts bleibt wie es war und gerade noch ist. Man muss    mit ständigen  Veränderungen leben und   sie akzeptieren.

Dann wird einem leichter ums Herz.

Und die Sonne kommt immer wieder durch dicke Wolken zu uns zurückFetzen-Wetterwechsel-Regen_w490_thumb

Bildung

Gerda geht in die dritte Klasse und hat schon viel gelernt

am liebsten sitzt sie vor dem Computer und schettet mit ihrer Freundin.

die beiden schreiben sich bei Facebook   mit vielen Leuten und haben ihren Spaß.

Schau lieber in ein Buch ruft ihr die Mutter zu . Wenn du viel liest hast du eine gute

Bildung .                                   Doch Gerda weis es besser.

Bildung kommt vom  Bildschirm und nicht aus dem Buch, belehrt sie ihre Mutter

Die Mutter resigniert und denkt hab ich nun eine schlaue Tochter —–

oder   nicht ?

Festhalten

Ein paar Wochen ist es ja nun schon her, dass ein neues Jahr begonnen hat .Wenn ich am Neujahrstag nicht ein kleines Töpfchen  Glücksklee geschenkt bekommen hätte, wäre für mich der Jahreswechsel gar kein Thema mehr.  Selbst habe ich fünf verschenkt immer mit guten Wünschen. Nur eine Nachbarin hatte ich schlicht  weg  vergessen. Doch dann stand sie plötzlich vor meiner Tür mit genau so einem Glücksklee, dass sie ja eigent lich von mir haben sollte , und schenkte  es mir. Ich habe mich sehr gefreut.  Auf der Fensterbank in der Küche bekam er seinen Platz.  Natürlich vergas ich nicht ihn zu gießen. Er dankte mir die gute Pflege in dem er neu austrieb und schön anzusehen war. Doch vor ein paar Tagen  hat sich ein kleines Glücksklee-Blättchen auf die Socken gemacht . Der Stiel war  ganz lang gewachsen—ich hab ihn gemessen—genau 33.cm  und er reckte sein grünes Gesichtchen zur Fensterscheibe hin, als wolle er durch sie durch. Da war ich traurig ,denn ich würde das Glück natürlich gern bei mir behalten. So werde ich denn abwarten was der kleine Glücksbringer vorhat

Der kleine Glücksbote wird vergehen. Glücksmomente aber wird es für mich bestimmt noch viele geben.